Museumsbesuch am 26.04.2017

Die ARI machte einen Ausflug ins Museum. Nicht irgendein Museum; die ARI besuchte das private Museum für Möbelbeschläge, Hut- und Mantelhaken und Garderoben, welches unserem Artilleriekameraden Manfred Wegner gehört. Dieses Museum ist ein Kleinod der Iserlohner Industriekultur, das seinesgleichen in Iserlohn, vielleicht sogar in Deutschland, sucht.

Pünktlich trafen sich 20 Artilleristen und Artilleristinnen am Eingang zum Museum in der Bleichstraße. Wir wurden von Manfred und seiner Gattin Jutta sehr herzlich empfangen.

20170428_180859In seiner Begrüßungsansprache erklärte uns Manfred, dass sein Urgroßvater im Jahre 1861 die Fa. Bachtenkirch & Mehlis im Bereich der alten Feuerwache, Sofien- und Nordstraße in einem Fachwerkhaus gründete. Die Firma befasste sich mit Garderobenleisten und Kurzwaren und exportierte diese schon damals in alle Welt.

Bereits nach zwei Jahren wurde der Geldgeber Mehlis ausgezahlt und die Firma firmierte dann unter dem Namen Wilh. Bachtenkirch. Wenige Jahre später kaufte der Firmengründer die Immobilien Bleichstr. 1 und 1a und baute 1894 das Fabrikgebäude in der Bleichstraße 3. Diese Gebäude wurden nach der Jahrhundertwende 1900 schon wieder zu klein und so erstellte man 1913 kurzer Hand in der Bleichstraße 5 den Erweiterungsbau.

Die Firma Wilh. Bachtenkirch überstand zwei Weltkriege und exportierte danach auch wieder Hut- und Mantelhaken und Garderobenleisten nach Nordafrika und Südamerika.

Später beschäftigte man sich mit Sonderbeschlägen für die Möbelindustrie nach Zeichnungen und Muster. Desweiteren stellte man in Spitzenzeiten bis zu 500.000 Stück Kleiderbügel im Jahr her. Generationen der Familie Bachtenkirch und Wegner horteten Muster und Werkzeuge und lagerten sie auf dem Dachboden des Firmengebäudes ein, was sich später als Glücksfall erweisen sollte.

Erste Gedanken zur Planung des Museums entstanden bereits im Jahre 1970. Doch es dauerte fast 40 Jahre, bis das Ganze in die Tat umgesetzt wurde. Zuerst wurde bescheiden in einem kleinen Raum in dem Gebäude in der Bleichstraße angefangen. Heute umfasst das Museum eine Gesamtfläche von ca. 250 Quadratmetern mit Hunderten von Ausstellungsstücken und Leihgaben. Auch ein Originalbüro aus der Gründerzeit wurde aufgestellt. Unterstrichen wird das Ganze noch durch Original-Patentanmeldungen aus Deutschland, England, Frankreich, Belgien und den USA und vielen Skizzen und Original-Katalogen aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts.

Beim anschließenden Rundgang wurden uns von Manfred die unterschiedlichen Stile, Epochen und Fertigungsjahre verschiedener Garderobenleisten, Hut- und Kleiderhaken erklärt.

Am Ende des Rundgangs nahmen wir in gemütlich eingerichteten Ecken und Nischen Platz.20170428_18545820170428_195438

Mit der vom Artilleriechef gesponserten Suppe und den vom Gastgeber gesponserten Getränken endete der Museumsbesuch für einige von uns kurz nach Mitternacht.

Der Dank aller Artilleriekameradinnen und -kameraden für diesen tollen Abend ist Jutta und Manfred gewiss.

Thomas Slatosch (Text + Fotos)

 

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